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12.10.2018 - Frauenärzte sind keine Auftragsmörder!

Resolution der Vertreterversammlung des Berufsverbandes der Frauenärzte e.V. vom 12.10.2018

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In Deutschland ist der Schwangerschaftsabbruch gesetzlich geregelt und bietet Frauen und Ärzten Rechtssicherheit.

Ärzte in Deutschland haben den Auftrag, unter definierten Voraussetzungen ihren Patientinnen in einer Schwangerschaftskonfliktsituation zu helfen.

Die Schwangere trifft nach psycho-sozialer Beratung ihre selbstbestimmte Entscheidung entsprechend Ihrer medizinischen und persönlichen Lebensumstände.

Der Berufsverband der Frauenärzte ist über die Gleichsetzung des legalen und medizinisch sachgerecht durchgeführten Schwangerschaftsabbruches mit einem Auftragsmord durch Papst Franziskus vom 10.10.2018 empört. Mit der Äußerung des Papstes, eine Schwangerschaft abbrechen zu wollen sei „wie einen Auftragsmörder zu mieten, um ein Problem zu lösen“ werden hilfesuchende Frauen kriminalisiert und Ärzte mit Mördern gleichgesetzt.

Wir Frauenärzte sehen uns als beratende Partner unserer Patientinnen, die Hilfe und Rat suchen. Kein Arzt in Deutschland führt außerhalb der gesetzlichen Regelungen Schwangerschaftsabbrüche durch. Wir behandeln nach bestem Wissen und Gewissen alle Frauen, die sich für, aber auch gegen eine Schwangerschaft entscheiden. Hier sehen wir uns auch zukünftig in der Verantwortung.

Glaubenspolitische Aussagen gerade im Hinblick auf die katholische Lehre dürfen hilfesuchende Frauen und Ärzte nicht kriminalisieren.

 

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